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Jul
05

Gütesiegel für Kirchtagssuppe

Heiß begehrt und heiß diskutiert: die Kirchtagssuppe. Foto: Kleine Zeitung/Weichselbraun

Heiß begehrt und heiß diskutiert: die Kirchtagssuppe. Foto: Kleine Zeitung/Weichselbraun

Ein neuer Kriterienkatalog soll Gästen Orientierung bieten und engagierte Gastronomen hervorheben. 

Über keine Spezialität wird am Villacher Kirchtag so heftig diskutiert wie über die Kirchtagssuppe. Das betrifft nicht nur die im Detail manchmal recht unterschiedlichen Rezepte, sondern auch die Preisgestaltung und die Größe der ausgeschenkten Portionen.

Der Kirchtagsverein reagiert darauf nun mit der Einführung eines Gütesiegels für „original Kärntner Kirchtagssuppen“. Man will damit, wie Obmann Richard Pfeiler erklärt, den vielen Besuchern des Brauchtumsfestes eine Orientierungshilfe bieten und engagierte Wirte hervorheben. Nur wer sich schriftlich dazu verpflichtet, die gemeinsam mit Experten erarbeiteten Qualitätskriterien einzuhalten, darf das Gütesiegel führen.

Die „sieben Kirchtagssuppen-Gebote“ im Detail:

  1. Wir verwenden ausschließlich heimische Grundprodukte aus Kärnten bei Fleisch und Rahm.
  2. Wir kochen die Suppe aus folgenden Fleischsorten: Rind, Kalb, Schwein, Lamm (Schaf) und Huhn.
  3. Wir verzichten auf Geschmacksverstärker (Glutamate) sowie auf Farbstoffe. 
  4. Wir würzen mit echtem Safran und geben maximal 30 Prozent Gartensafran dazu. 
  5. Wir schenken zumindest 0,25 Liter pro Portion aus und bemühen uns, dies auf 0,3 Liter zu erhöhen. 
  6. Wir stellen Löffel und Porzellanteller (oder Löwenkopf-Terrinen) zum Ausschank auf unseren Ständen zur Verfügung. Dies gilt nicht für die Suppenverkostung am Dienstag am Rathausplatz. 
  7. Unser Reindling ist gut gefüllt und nicht industriell gefertigt.

„Aus den genannten Kriterien ist erkennbar, dass eine originale Kirchtagssuppe kein günstig herzustellendes Gericht ist und eben ihren Preis hat“, sagt Pfeiler. Den Villacher Gastronomen wird die Initiative in den kommenden Tagen im Detail vorgestellt. Und ich halte euch hier im Blog darüber auf dem Laufenden, wer seinen Kirchtagsstand und seine Speisekarte heuer mit dem Gütesiegel schmücken darf . . .

Georg Lux