Branding

«

»

Jul
02

Ausstellung im Bunker

Mehr Fotos gibt's im Bunker. Foto: Helmuth Weichselbraun

Mehr Fotos gibt’s im Bunker. Foto: Helmuth Weichselbraun

Der Kirchtag in Malborghetto (3. bis 5. Juli 2015) überrascht diesmal mit einem außergewöhnlichen Rahmenprogramm.

Manchmal kommt zusammen, was auf der ersten Blick gar nicht zusammengehört. In diesem Fall sind es ein Kirchtag und das Buch „Kärntens geheimnisvolle Unterwelt – Stollen, Höhlen, verborgene Gänge“, das ich 2013 gemeinsam mit meinem Kollegen Helmuth „Heli“ (alias „Höhli“) Weichselbraun im Verlag Styriabooks veröffentlicht habe.

Im Kapitel „Blick nach Italien“ ist dort auch Fort Hensel, eine gewaltige Ruine aus dem Ersten Weltkrieg bei Malborghetto im Kanaltal, beschrieben. Das hat „Höhli“ und mir nun eine Einladung zur Gestaltung eines Programmpunktes beim Kirchtag in der kleinen italienischen Gemeinde beschert: Am Freitag (3. Juli) eröffnen wir um 19.30 Uhr eine Ausstellung der besten Weichselbraun-Fotos von Fort Hensel. Sie trägt den Titel „100 Jahre des Vergessens“, weil vor genau 100 Jahren die ersten italienischen Schüsse auf die damals österreichische Befestigungsanlage abgegeben worden sind.

Fort Hensel

Geheimnisvolle Unterwelt. Foto: Helmuth Weichselbraun

Gezeigt werden die Bilder bis einschließlich 5. Juli in einem Bunker unterhalb von Fort Hensel. Die Ruine selbst ist einsturzgefährdet. Betreten verboten! Der im Gegensatz dazu gefahrlos zu besichtigende Bunker wurde bis Ende des 20. Jahrhunderts von der italienischen Armee „betrieben“. Nun verwaltet ihn der Kanaltaler Heimatforscher-Verein LandScapes, der auch unsere Ausstellung organisiert hat. Der Eintritt ist frei und der kurze Fußweg beschildert. Er beginnt beim Parkplatz direkt an der Bundesstraße vor dem Tunnel bei Malborghetto (von Kärnten kommend). Feinschmecker kennen diese Ausfahrt als Weg zum Restaurant „Rio Argento“.

Organisieren die Führungen: Archäologin Anita Piangli (links) und Architektin Cristina Chersi. Foto: Kleine Zeitung/Weichselbraun

Organisieren die Führungen: Archäologin Anita Piangli (links) und Architektin Cristina Chersi. Foto: Kleine Zeitung/Weichselbraun

Natürlich wird beim Kirchtag in Malborghetto auch richtig gefeiert, allerdings ist der Info-Point mitten im Geschehen auf dem Hauptplatz ebenso Ausgangspunkt eines weiteren kulturellen „Side Events“: Am Samstag und Sonntag gibt es unter dem Motto „Ein Dorf erzählt seine Geschichte“ Führung durch den historischen Ortskern. Wir durften vorab an einer Tour teilnehmen. Fazit: Sehenswert!

Das ehemalige Gerichtsgebäude beherbergt heute das Restaurant "Casa Oberrichter". Foto: Kleine Zeitung/Weichselbraun

Das ehemalige Gerichtsgebäude beherbergt heute das Restaurant „Casa Oberrichter“. Foto: Kleine Zeitung/Weichselbraun

Georg Lux