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Feb
01

Allianz der Kärntner Feste

IG Volksfeste

Neutrales Bier auf neutralem Boden: In Klagenfurt wurde mit Schleppe angestoßen. Foto: pixelpoint/W. Handler

Zusammenarbeit vereinbart: Wiesenmärkte von Bleiburg und St. Veit sowie der Villacher Kirchtag bündeln ihre Kräfte.

Alt, aber gut: Gemeinsam bringen es die Wiesenmärkte in St. Veit und Bleiburg sowie der Villacher Kirchtag auf sage und schreibe 1343 Jahre Tradition. Die Volksfeste sind aber alles andere als verstaubt, was die steigenden Besucherzahlen eindrucksvoll belegen. Im vergangenen Jahr haben die drei Veranstaltungen mehr als eine Million Menschen aus Kärnten, aus ganz Österreich sowie aus Italien und Slowenien im wahrsten Sinn des Wortes „bewegt“.

Auf neutralen Boden – in Klagenfurt – trafen sich die Organisatoren jetzt erstmals zu einem Gedankenaustausch, an dessen Ende die Gründung „Interessensgemeinschaft Kärntner Volksfeste“ stand. „Uns vereint, dass wir alle drei Non-Profit-Organisationen sind“, erklärt Arthur Ottowitz, Marktmeister der Stadtgemeinde Bleiburg. Besonderen Wert legt man auf die Abgrenzung zu sogenannten Events. „Das sind Strohfeuer, die auf Gewinn ausgerichtete Veranstaltungsagenturen mit enormen Mitteln der öffentlichen Hand entfacht haben und die schon wieder am Verglühen sind“, kritisiert Richard Pfeiler, Obmann des Villacher Kirchtagsvereins.

Gemeinsam will man nun das Land Kärnten und diverse Tourismusorganisationen in die Pflicht nehmen. „Unseren Traditionsfesten wird außerhalb unserer Gemeinden derzeit nicht die Unterstützung zuteil, die sie verdient haben“, sagt Rudi Egger, Stadtrat und Wiesenmarktreferent in St. Veit. Bei einem Termin mit Tourismuslandesrat Wolfgang Waldner will man diesem die hohe Wertschöpfung der Veranstaltungen vor Augen führen, die jährlich auf insgesamt mehr als 40 Millionen Euro geschätzt wird. Außerhalb Kärntens werden die Volksfeste und der Kirchtag Synergie bei Werbemaßnahmen ab sofort als Trio auftreten – das hat man auf kurzem Wege schon bei Gründung der Interessensgemeinschaft vereinbart.

Im fröhlichen Dreierpack soll auch den Behörden, wenn notwendig, Paroli geboten werden. „Oft überzogene Auflagen und besonders restriktive Vorschriften machen uns allen zu schaffen“, gibt Pfeiler offen zu. Inhaltlich sind gemeinsame Qualitätskriterien geplant. „Die regionale und traditionelle Verankerung steht immer im Vordergrund“, betont Egger. Das Bekenntnis zu „leistbaren Preisen“ für die Besucher gehört für die Veranstalter ebenso dazu wie die – ebenfalls bereits fixierte – gegenseitige Teilnahme an den jeweiligen Festumzügen.

Termine 2014:

Georg Lux