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Aug
02

Fest raubt Durchblick

Nicht alle Aspekte des Jubiläumskirchtags sind derzeit "herzig". Foto: glux

Nicht alle Aspekte des Jubiläumskirchtags sind derzeit „herzig“. Foto: glux

Dem Kirchtagsverein ist ein Rechtsanwaltsbrief ins Haus geflattert, weil ein Schaufenster nicht mehr zu sehen sein soll.

Beschwerdeführer ist ein Villacher Traditionsunternehmer: Rudolf Gross war jahrelang Bezirksstellenobmann der Wirtschaftskammer, ist heute noch Bezirksobmann des Wirtschaftsbundes und betreibt am Kaiser-Josef-Platz, dem Schauplatz der neuen Trachtendisko, ein „angesehenes Mode- und Bekleidungsgeschäft“, wie sein Anwalt schreibt.

Den Unternehmer stört, dass vor seinem Geschäft „ohne Vorankündigung“ ein „Podest mit Biergarnituren“ errichtet worden ist. Dadurch seien die „großzügig gestalteten Auslagen“ des Ladens nicht mehr zu sehen. Gross, der darüber hinaus auch ein „Sicherheitsproblem“ ortet, fordert die sofortige Entfernung der „Zubauten“. Derzeit stehen diese aber noch – der Kirchtagsverein hat nun ebenfalls einen Anwalt mit der Prüfung der Angelegenheit beauftragt.

Pikanterweise ist Gross als Ehrenbauer der Gman derzeit als Kirchtagslader in der Stadt unterwegs. „Das ist privat. Die andere Sache ist geschäftlich“, sagt er. „Als Unternehmer muss ich da reagieren.“

Richard Pfeiler, der Obmann des Kirchtagsvereins, reagiert enttäuscht. „Wir sind mitten in der erfolgreichsten Brauchtumswoche der Geschichte des Kirchtags. Der Verein bemüht sich immer um das Einvernehmen mit allen Altstadtbewohnern. In der Regel klappt das auch.“

Pfeiler verweist auch auf den Kirchtag als Wirtschaftsfaktor und Motor für den Handel in der Altstadt.

Georg Lux