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Apr
12

Millionenshow

Bei einer Pressekonferenz wurden heute erste Details zum heurigen 70. Villacher Kirchtag bekannt gegeben. Veranstaltet wird er zukünftig von einer eigenen GmbH.

Präsentierten erste Infos zum Jubiläumskirchtag: Klanbauer Alexander Tischler von der Bauerngman, Pfeiler und Presslinger (von links). Foto: Stadt Villach

Präsentierten erste Infos zum Jubiläumskirchtag: Klanbauer Alexander Tischler von der Bauerngman, Pfeiler und Presslinger (von links). Foto: Stadt Villach

Na Servus! Ist das ein schöner Titel! Als fleißiger Kirchtagsbesucher darf ich mich – ebenso wie ihr alle natürlich auch – ab sofort „Trendsetter der Tradition“ nennen. Die Bezeichnung ist eine Wortschöpfung von Kirchtagsverein-Obmann Richard Pfeiler, die er bei der heutigen Pressekonferenz so erklärt hat: „Vor etwas mehr als zehn Jahren haben wir damit begonnen, die Wiederentdeckung des Ursprünglichen in den Mittelpunkt zu rücken: Brauchtum pur, unplugged, um einen modernen Begriff zu verwenden, Traditionspflege ohne ideologische Vereinnahmung. Heute gibt es schon eigene TV-Sender und Magazine, die sich diesem Thema widmen. Die ganze Stadt und alle Gäste, die ja wesentlich zum Gelingen des Festes beitragen, können stolz darauf sein, dass in Villach so etwas wie das Herz dieser Entwicklung schlägt. Wir waren Trendsetter.“

Am 3. August 2013 feiert Villach Kirchtag Nummer 70 – und das Fest wächst weiter. „Dank einer Sonderdotierung der Stadt erreicht das Budget erstmals die Millionengrenze“, verrät Pfeiler.  Die Einnahmen stammen zu rund einem Drittel aus diesen Förderungen und der Unterstützung privater Sponsoren, zwei Drittel erwirtschaftet man selbst aus Standgebühren und Eintrittspreisen. Sämtliche Einnahmen werden vom Veranstalter, dem gemeinnützigen Verein Villacher Kirchtag bzw. von der neuen GmbH, in den weiteren Ausbau der Qualität investiert.

Mit dem Erreichen der Millionengrenze beim Budget geht auch eine organisatorische Änderung einher. „Die bisherige Vereinsstruktur wird der Dimension des Festes nicht mehr gerecht. In den vergangenen Jahren sind die Anforderungen an die Veranstalter derart gestiegen, dass eine zeitgemäßere, flexiblere und effizientere Organisationsform gefunden werden musste“, sagt Bürgermeister Helmut Manzenreiter. Die Stadt Villach, die schon bisher die Hauptlast im Hintergrund getragen und einen Großteil der Haftungen übernommen hat, wird deshalb demnächst die „Villacher Kirchtag GmbH.“ gründen.

Die GmbH. übernimmt, beginnend mit dem heurigen Jubiläumskirchtag, die gesamte operative Abwicklung der Veranstaltung. „Vor allem die in letzter Zeit enorm gestiegenen Haftungsrisiken können so besser bewältigt werden“, so Manzenreiter. Dazu kommen neben der neuen Flexibilität auch wirtschaftliche Vorteile, die alle direkt dem Kirchtag zugute kommen. Die GmbH. ist nicht auf Gewinn ausgerichtet, Eintrittspreise und Standmieten bleiben für den Jubiläumskirchtag unverändert.

Über den hohen Qualitätsstandard bei der Pflege unverfälschten Brauchtums wacht weiterhin der Verein Villacher Kirchtag, Mitglieder des Vorstandes bilden gleichzeitig den Beirat (Aufsichtsrat) der GmbH. Dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister bzw. der von ihm delegierte Obmann des Vereins Villacher Kirchtag. Handelsrechtlicher Geschäftsführer der „Villacher Kirchtag GmbH.“ wird Joe Presslinger, der schon bisher als Geschäftsführer des Vereins Villacher Kirchtag maßgeblich für die Organisation der Veranstaltung verantwortlich war.

Georg Lux